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Das Griesheimer Stadtwappen

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Griesheims Stadtoberhäupter

Bürgermeister Johannes Massing (Mitte) war von 1882 bis 1900 im Amt.
Bürgermeister Johannes Massing (Mitte) war von 1882 bis 1900 im Amt.
Philipp Kunz (Mitte) war von Juli 1909 bis November 1917 Bürgermeister.
Philipp Kunz (Mitte) war von Juli 1909 bis November 1917 Bürgermeister.

vom Ortsoberhaupt zum Bürgermeister

Bürgermeister Heinrich Zöller, im Amt von 1901 bis 1909.
Bürgermeister Heinrich Zöller, im Amt von 1901 bis 1909.

Nach einer gesetzlichen Neuregelung wurden ab dem Jahr 1822 die Bürgermeister als Ortsoberhäupter frei gewählt. Zur Erinnerung an Einzelne (verdiente Bürgermeister) wurden Plätze oder Straßen nach ihnen benannt, so der Zöllerplatz nach Bürgermeister Heinrich Zöller, der von 1901 bis 1909 im Amte war.

Bürgermeister Daniel Müller, im Amt von 1945 bis 1952.
Bürgermeister Daniel Müller, im Amt von 1945 bis 1952.

Ebenso ist es mit der Daniel-Müller-Straße: Daniel Müller war Bürgermeister von 1945 bis 1952. Nach dem Krieg und den starken Zerstörungen musste die Bevölkerung versorgt werden. Daniel Müller oblag die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln, Bau- und Brennstoffen. Die Regelung der Wohnraumfrage, die Ordnung der gemeindlichen Verhältnisse sowie die Trümmerbeseitigung und der Wiederaufbau waren zu organisieren. Bürgermeister Müller leistete in dieser Zeit große Dienste für Griesheim und den Start nach dem Krieg.

Georg Schüler, Bürgermeister von 1920 bis 1929, ist Namensgeber für die Grünanlage in der Mitte Griesheims, den Georg-Schüler-Platz.
Georg Schüler, Bürgermeister von 1920 bis 1929, ist Namensgeber für die Grünanlage in der Mitte Griesheims, den Georg-Schüler-Platz.

Abgelöst wurde er durch Georg Bohl, der die Geschicke Griesheims von 1953 bis 1967 lenkte. In seiner Amtszeit wurden die notwendigen Grundstrukturen für die rege private und gewerbliche Bautätigkeit geschaffen, die durch Nachfragedruck nicht zuletzt im Wohnungsbereich einsetzte. Griesheim verkehrsgünstig im Industrieschwerpunkt Rhein-Main gelegen erfuhr hierdurch einen starken Einwohnerzuwachs, so dass sich von 1945 bis 1965 die Einwohnerzahl auf gut 15.000 verdoppelte. Unter der Amtszeit von Georg Bohl wurden zahlreiche städtische Einrichtungen geschaffen. Neben dem Bau eines modernen Kanalnetzes mit Kläranlage, wurde auch ein Kindergarten, ein Feuerwehrgerätehaus, die Friedhofshalle, Schulen sowie das von der Bevölkerung ersehnte Freibad gebaut.

Der Hessische Innenminister Heinrich Schneider (links) überreichte Bürgermeister Georg Bohl im September 1965 die Urkunde über die Verleihung der Stadtrechte. Georg Bohl war von 1953 bis 1967 im Amt.
 

Im Jahre 1965 (am 12.September), wurden der Gemeinde Griesheim durch die Hessische Landesregierung die Stadtrechte verliehen. Dies geschah in erster Linie für die beispielhafte Aufbauarbeit nach dem Kriege und den Wandel Griesheims von einer landwirtschaftlich geprägten Dorfgemeinde zu einer Stadt mit vielseitigen Einrichtungen und Verkehrsanbindungen.

Der Hessische Innenminister Heinrich Schneider (links) überreichte Bürgermeister Georg Bohl im September 1965 die Urkunde über die Verleihung der Stadtrechte. Georg Bohl war von 1953 bis 1967 im Amt.

Bürgermeister Friedrich Seibert amtierte von 1938 bis 1945.
Bürgermeister Friedrich Seibert amtierte von 1938 bis 1945.
Bürgermeister Philipp Feldmann amtierte von 1930 bis 1938.
Bürgermeister Philipp Feldmann amtierte von 1930 bis 1938.

Eine stürmische Aufwärtsentwicklung beginnt mit der Amtszeit von Hans Karl. Während seiner Amtszeit von 1968 bis 1987 erhöhte sich die Einwohnerzahl von rd. 15.500 auf 21.500. Eine anhaltende positive gesamtwirtschaftliche Situation schlug sich auch in den öffentlichen Finanzen nieder. Der Gesamthaushalt der Stadt erhöhte sich in dieser Zeit von 8,5 auf rd. 35 Mio. DM. Die kontinuierliche Entwicklung und Erneuerung von Versorgungseinrichtungen der politisch Verantwortlichen schaffte insbesondere seit Kriegsende die Basis für eine Infrastruktur, die Griesheim bald an die Spitze vergleichbarer Städte brachte.

Bürgermeister Hans Karl, Im Amt von 1968 bis 1987.
Bürgermeister Hans Karl, Im Amt von 1968 bis 1987.

Eine Fülle von Großprojekten die während der Amtszeit von Hans Karl durchgeführt wurden kann an dieser Stelle nur auszugsweise wiedergegeben werden. Neben dem Ausbau von vielen Ortsstraßen, Gehwegen, Parkplätzen und der Straße nach Büttelborn wurde mit dem Umbau der Wilhelm-Leuschner-Straße begonnen. Die Hegelsberghalle und die Bürgerhäuser wurden gebaut. Das Feuerwehrgerätehaus und das Rathaus erweitert, die Wagenhalle angeschafft. Das Altenwohnheim mit Pflegestation und das Hallenbad errichtet.

Foto Bürgermeister Leber
Bürgermeister Leber von 1987 bis 2011 im Amt

Dazu kam der Bau von zahlreiche Freizeiteinrichtungen und Sportanlagen. Die großen Investitionsanstrengungen der Stadt bewirkten naturgemäß eine spürbare Belebung des gesellschaftlichen und auch des sportlichen Lebens in Griesheim. Die vielfältigen modernen Einrichtungen erfreuen sich einer regen Inanspruchnahme. In diese Zeit fällt auch die erstmalige Veranstaltung des Zwiebelmarktes mit der man an die Traditionen des "Griesheimer Marktes" anknüpfte, der auf die 1839 erfolgte Erhebung der Gemeinde zum Marktflecken zurückgeht. Die Entwicklung Griesheims hat sich nach dem Kriege kontinuierlich fortgesetzt und ist mit Bürgermeister Karl und des gesamtwirtschaftlichen Aufschwunges enorm angewachsen.

Hans Karl, Ehrenbürger der Stadt Griesheim, verstarb 1996. Zu seinen Ehren wurde der Marktplatz im Herzen Griesheims zum "Hans-Karl-Platz Am Markt" umbenannt.

Die Geschicke der Stadt Griesheim wurden nach dem altersbedingten Ausscheiden von Bürgermeister Hans Karl 1987 durch Bürgermeister Norbert Leber bis 2011 fortgesetzt. Seit 2011 wird diese Aufgabe zum ersten mal von einer Bürgermeisterin Frau Gabriele Winter geleitet.

Griesheim ist zwischenzeitlich zu einer bedeutenden wirtschaftsstarken Kleinstadt im Rhein-Main-Gebiet geworden und bietet als modernes Mittelzentrum eine attraktive Wohnqualität mit vielseitigen Einkaufsmöglichkeiten und Arbeitsplätzen in Handel u. Gewerbe.
Das beste Beispiel für die kontinuierliche Fortsetzung der engagierten Arbeit der Bürgermeister der letzten Jahrzehnte bleibt das sich weiterentwickelnde Bild Griesheims zum heutigen Tag.