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(Pressemitteilung Umweltamt vom 12. Mai 2004)
Griesheim gehört zu den wenigen Kommunen in Südhessen, die auf eine umfangreiche Kartierung von Fledermäusen zurückgreifen kann. In der letzten Sitzung des Umweltausschusses wurde diese an Bürgermeister Norbert Leber übergeben. "Für uns ist es wichtig, eine Grundlage über den Bestand dieser gefährdeten Tierart in unserer Gemarkung zu haben. Damit können wir unsere Maßnahmen im Umweltbereich abstimmen", erläuterte Leber.
Das Umweltamt engagiert sich bereits seit einiger Zeit gemeinsam mit dem Verein "Fledermausschutz Südhessen" zu diesem Thema mit Vorträgen, Exkursionen oder der "Volkszählung". In einer großen Aktion wurde die Bevölkerung gebeten, Beobachtungen zu melden. "Im Siedlungsbereich gilt es, in den nächsten Jahren noch gezielter Maßnahmen einzuplanen. In Griesheim ist zwar eine große Artenvielfalt festzustellen, aber keine ausgedehnte Anzahl von Tieren oder Quartieren insgesamt", bilanzieren Hans-Peter Hörr und Dirk Kosel vom Umweltamt.
Die Kartierung wurde ehrenamtlich von Ruth Mässing-Blauert (Darmstadt) und Gerold Herzig (Stockstadt) erstellt. Beide widmen sich den Fledermäusen mit großer Hingabe und Engagement. Während Herzig sich sein Fachwissen in über 20 Jahren aktiver Tätigkeit angeeignet hat und Spezialist in der Lautanalyse ist, wird Mässing-Blauert bei Pflege oder Beratung als Expertin hinzugezogen.
Manche Fledermausarten benötigen als Unterkunft auch Wohnhäuser. Mit diesen Quartieren und einem naturnahen Garten leisten Privatpersonen auch einen aktiven Beitrag zum Naturschutz. Beide Tierschützer begeistern deshalb in vielen Veranstaltungen Jung und Alt für die faszinierende Welt der fliegenden Säugetiere. "Auch uns ist es deshalb ein großes Anliegen, Werbung für Fledermäuse zu machen", ergänzt Bürgermeister Leber. Unlängst waren bei einer Exkursion in Griesheim über 150 Personen anwesend.
Besonderen Dank richtete der Verwaltungschef an den Verein "Fledermausschutz Südhessen" (www.fledermausschutz-suedhessen.de), ohne das ehrenamtliche Engagement vieler aktiver Mitglieder wäre dieser wichtige Beitrag nicht möglich gewesen.