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Schafe in Griesheim

Schafe als Landschaftspfleger auf renaturierten Deponie
Schafe als Landschaftspfleger

(Pressemitteilung Umweltamt vom 27. September 2004)

Mit hohen Sprüngen hüpft die Blauflügelige Ödlandschrecke (eine seltene Heuschreckenart) über das hohe Gras der Griesheimer Deponie, als eine Herde mit über 300 Schafen anrückt, um den dichten Bewuchs aufzulichten. Völlig unbemerkt zog die Herde des Landschaftspflegehofs Stürz unlängst von der Griesheimer Düne zur ehemaligen Deponie quer durch die Griesheimer Westgemarkung.

Im Zuge der Renaturierung haben sich auf der ehemaligen Deponie sehr vielfältige Biotope entwickelt. Die Pflege dieser Biotope ist jedoch sehr aufwändig, da die Hänge steil abfallen und sich viele Gehölze ansiedeln. Deshalb sollen nun Schafe als Landschaftspfleger ihren Teil dazu beitragen, damit sich die Biotope auf der Deponie langfristig positiv entwickeln können. Ziel soll es sein die offenen Wiesen zu erhalten und in ihrer Vielfalt aufzuwerten, sowie einer zu starken Verbuschung durch Gehölze entgegenzuwirken.

Im Fell der Schafe hängen unzählige Samen, die mit etwas Glück auf der Deponie keimen können, wenn sie dort passende Bedingungen vorfinden. Die Blauflügelige Ödlandschrecke würde sich darüber freuen, denn sie mag die dicht verfilzten Wiesen nicht besonders und sowohl die Beweidung, als auch eine hohe Artenvielfalt wirken dem entgegen.

Das Umweltamt der Stadt Griesheim begleitet die Beweidung und untersucht die Entwicklung der Flächen, um in den nächsten Jahren die Pflegemaßnahmen zu optimieren. DK