Zum Inhalt springen Zur Navigation Springen Direkt zur Suche Springen Direkt zum Kontaktformular Springen Zum Impressum Springen Direkt zu Aktuelle Springen Direkt zu den Veranstaltungen Springen

Bericht aus der Projektwerkstatt „Konversionsflächen Süd-Ost“: Engagierte Zusammenarbeit

Die Projektwerkstatt traf sich erneut am 9. Mai, um an einzelnen Themen zur Erarbeitung von
Empfehlungen und zur Vorbereitung der Bürgerveranstaltung am 22. Juni 2017 weiter zu arbeiten.
Bürgermeister Krebs-Wetzl begrüßte die Teilnehmenden und informierte über die parallel laufenden
Prozesse: In Vorbereitung der Gründung einer Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) und der
Verhandlungen mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), von der die Stadt die Verhandlungen mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), von der die Stadt die
Konversionsfläche im Griesheimer Süd-Osten erwirbt, wurden ein kompetenter Fachanwalt und ein
Städtebauexperte hinzugezogen. Mittels eines Interessensbekundungsverfahrens sucht die Stadt
einen Kooperationspartner für die SEG. Auf Nachfragen von Teilnehmenden der Projektwerkstatt
bestätigte Bürgermeister Krebs-Wetzl, dass mit einem zukünftigen Kooperationspartner die
Interessen der Stadt, u.a. sozialer Wohnungsbau und bezahlbare Wohnungen, vertraglich vereinbart
werden. Das von den Stadtverordneten beschlossene Nachnutzungskonzept und die Empfehlungen
zur Ausgestaltung, wie sie von der Projektwerkstatt und der Bürgerschaft im aktuellen Prozess der
Bürgerbeteiligung erarbeitet wurden, werden von städtischer Seite in die Gespräche eingebracht. Ein
externer Partner in der SEG, der die Federführung und Verantwortung der Projektentwicklung
übernimmt, muss auch selbstverständlich die Wirtschaftlichkeit der Projektentwicklung im Auge
behalten.

Herr König von der Stadtverwaltung Griesheim erläuterte die beauftragte Verkehrsknotenzählung.
Diese war auf Empfehlung der Projektwerkstatt um einen sogenannten Knoten erweitert worden und
erfolgte in der 21. Kalenderwoche. Eine Auswertung der Verkehre liegt noch nicht vor. Hier wurde
angeregt, bei den beauftragten Planfallanalysen auch das Neubaugebiet im Süden und Süd-Westen
Griesheims, die zukünftig noch weitere Verkehre verursachen könnten, zu berücksichtigen.
Nach diesem Austausch arbeiteten die Teilnehmenden in der verbleibenden Zeit noch intensiv an
Anregungen zum Wohnungsbau, zur sozialen und gewerblichen Infrastruktur, den Grün-, Frei- und
Freizeitflächen sowie zur verkehrlichen Erschließung und Konzepten für den ruhenden Verkehr für
das neue Quartier weiter.

In allen Arbeitsgruppen wurden Vorschläge zur inklusiven Ausgestaltung gemacht, u. a. eine für alle
BürgerInnen attraktive Begegnungsstätte innerhalb des inklusiven Wohnprojektes, die Planung eines
Kinder- und Seniorenspielbereiches im Quartier und die Nutzung eines historischen Gebäudes für
soziale und therapeutische Einrichtungen zu prüfen. Einig war man sich bei der Ausgestaltung der
gewerblichen und sozialen Infrastruktur, trotz der offensichtlich zerstörten Bausubstanz, die
historische Vergangenheit des Geländes auch bei der späteren Nutzung deutlich erkennbar zu lassen.
In der Arbeitsgruppe Wohnungsbau wurde offensiv der Reibungspunkt zwischen Wirtschaftlichkeit
und harmonischen Übergang zu angrenzenden Bestandsgebäuden diskutiert: Kann die Geschosshöhe
vielleicht auf der direkt an hohe TU Gebäude im Osten anschließenden Fläche erhöht und auf
anderen Flächen reduziert werden? Für familiengerechte Wohnungen mit ausreichend Zimmern
wurde Bedarf gesehen. Und die Anregung, eine Gestaltungssatzung als auch einen Gestaltungsbeirat
für das neue Quartier zu installieren, beispielsweise um dem Thema anfallender Müll besser gerecht
zu werden, wurde aus der Diskussion aufgegriffen.

Innovative Empfehlungen mit Blick auf die Grüngestaltung, das Mikroklima im Quartier und die
sinnvolle Verwendung von Bodenaushub, kamen aus der Arbeitsgruppe Frei-, Grün- und
Freizeitflächen. Könnte ein Hügel, ein Bachlauf entstehen?

Die Arbeitsgruppe Verkehr erarbeitete eine Reihe von Empfehlungen für die Verkehre von
Fußgängern, Radfahrern und motorisiertem Verkehr. Es wird empfohlen, den motorisierten
Individualverkehr möglichst weitgehend aus den Wohnquartieren hier heraus zu halten und
attraktive, barrierefreie Fuß-, Rad- und ÖPNV (Öffentlicher Personen Nahverkehr)-Verkehre zu
fördern.

Zur Vorbereitung der Bürgerveranstaltung am 22. Juni trifft sich die Projektwerkstatt ein weiteres
Mal. In den nächsten Tagen werden das Protokoll und die bisher erarbeiteten Empfehlungen zur
Ausgestaltung auf der Onlineplattform der Stadt Griesheim veröffentlicht: www.griesheimgestalten.
de. Hier können jederzeit weitere Anregungen aus der Bürgerschaft eingebracht werden,
damit diese in die Arbeit der Projektwerkstatt einfließen (dg/dj/ek).