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Griesheimer Kläranlage wird vom Hessischen Umweltministerium für die vierte Reinigungsstufe priorisiert

Der Stadt Griesheim ist es gelungen, nach intensiven Gesprächen mit dem Regierungspräsidium Darmstadt und dem Hessischen Umweltministerium, auf die Liste der vordringlich mit einer vierten Reinigungsstufe auszubauenden Kläranlagen aufgenommen zu werden. Durch die Fördermittel im Rahmen der Spurenstoffstrategie „Hessisches Ried“ würden die Ausbaukosten im zweistelligen Millionenbereich um bis zu 80 Prozent vom Land Hessen übernommen werden. Mit der baulichen Erweiterung der städtischen Kläranlage soll in Zukunft die Qualität des geklärten Abwassers weiter verbessert und somit die Trinkwasserversorgung langfristig gesichert werden.

„Unsere Gewässer im ‚Hessischen Ried‘ müssen vor der Belastung durch Spurenstoffe geschützt werden. Jeder einzelne von uns kann dazu beitragen, indem abgelaufene Medikamente oder Chemikalien nicht in den Abfluss gekippt, sondern fachgerecht bei Apotheken oder Sammelstellen entsorgt werden. Wir als Kommune könnten mit der Erweiterung der Kläranlage um eine vierte Reinigungsstufe zusätzlich unterstützen. Sie ist eine Investition in unseren Lebensraum, wovon wir Menschen und unsere Umwelt enorm profitieren werden“, betont Bürgermeister Geza Krebs-Wetzl.

Bevor es zum Bau und Inbetriebnahme der hochmodernen Anlage kommt, sind in den nächsten Jahren noch umfangreiche Untersuchungen zur technischen Umsetzung an der Griesheimer Kläranlage nötig. Eine Machbarkeitsstudie ist von städtischer Seite bereits beauftragt.

Hintergrund
Im „Hessischen Ried“ werden rund 80 Prozent des Trinkwassers für das Rhein-Main-Gebiet gewonnen. Alle Kläranlagen sind mit einer mechanischen, einer biologischen und einer chemischen Reinigungsstufe ausgestattet. Trotzdem gelangen Spurenstoffrückstände (chemische Verbindungen aus Arzneimitteln, Pflanzenschutzmittel, Haushalts- und Industriechemikalien) im Abwasser über die Fließgewässer ins Grundwasser und damit ins Trinkwasser. Kläranlagen können bei einem vierten Reinigungsschritt mit Aktivkohlefiltration die Spurenstoffe  weiter herausfiltern.

Informationen zur Spurenstoffstrategie „Hessisches Ried“ gibt es >>> hier.

Die Griesheimer Kläranlage per Luftaufnahme. © Stadt Griesheim