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Herzwochen 2018

Auch in diesem Jahr findet in Griesheim wieder eine Info-Veranstaltung im Rahmen der Herzwochen der Deutschen Herzstiftung e.V. statt. Am Donnerstag, den 15.11.2018 ab 19.00 Uhr, im Pavillon des Haus Waldeck (Eichendorffstr. 50, 64347 Griesheim) steht die Gemeinschaftsveranstaltung des Seniorenbüros der Stadt Griesheim mit der kardiologischen Praxis Dr. Tauchert und Prof. Dr. Warnholtz unter dem Titel:

„Herz außer Takt – Vorhofflimmern und Gerinnungshemmung“

Im ersten Teil der Veranstaltung wird Prof. Dr. Warnholtz die Grundlagen von elektrischen Erkrankungen des Herzens in für Laien verständlicher Form erläutern: Welche Menschen sind mehr gefährdet Rhythmusstörungen zu erleiden? Das Risiko für Herzrhythmusstörungen hängt im Wesentlichen von der zu Grunde liegenden Herzerkrankung und vom Ausmaß der Pumpschwäche ab. Im Zuge der demographischen Entwicklung mit steigendem Anteil älterer Menschen wird Vorhofflimmern zu einem zunehmenden medizinischen und volkswirtschaftlichen Problem. Es werden die verschiedenen Untersuchungsmethoden vorgestellt. Das bekannte Handwerkszeug aus Ruhe-, Belastungs- und Langzeit-EKG wird bei nur gelegentlich auftretenden Problemen um den sogenannten Ereignis-Recorder ergänzt. Das therapeutische Repertoire umfasst Medikamente gegen das Vorhofflimmern (Antiarrhythmika), wobei hiermit keine Lebensverlängerung sondern nur eine Linderung der Beschwerden erzielt werden kann. Für einen kleineren Teil der Menschen mit Vorhofflimmern kommt die Katheterablation, also die Verödung an bestimmten Stellen der Herzinnenhaut, in Frage und zeigt immer bessere Ergebnisse. Es profitieren zum einen junge, sonst herzgesunde Patienten, zum anderen ältere manifest herzinsuffiziente Patienten, bei denen aber keine völlige Freiheit von Vorhofflimmern zu erzielen ist.
Nach einer Pause spricht Dr. Tauchert über die Gerinnungshemmung als zentrale Säule unter den verschiedenen Behandlungsverfahren. Schlaganfälle sind nämlich die entscheidende bedrohliche Komplikation von Vorhofflimmern und können durch Gerinnungshemmung drastisch reduziert werden. Neben dem Klassiker Marcumar stehen seit 10 Jahren mittlerweile 4 Alternativen zur Verfügung, mit denen viel Erfahrung gesammelt werden konnte. Die Auswahl muss individuell unter Berücksichtigung vieler Faktoren getroffen werden. Für Marcumar als Vertreter der Vitamin-K-Antagonisten steht auch das Patientenselbstmanagement zur Überwachung der Therapie zur Verfügung. Sollten Blutungskomplikationen jegliche Gerinnungshemmung unmöglich machen bleibt für diese Patienten noch ein Kathetereingriff, bei dem das linke Vorhofohr verschlossen wird – der Ort, an dem sich die den Schlaganfall auslösenden Blutgerinnsel bilden. Es verbleibt abschließend reichlich Zeit für Diskussionen und Fragen der Zuhörer.

Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind recht herzlich eingeladen.