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Stadtwald Griesheim: Spätfolgen des Jahrhundertsommers 2015?

Derzeit erleben die Bürgerinnen und Bürger im Erholungswald Griesheim die Spätfolgen des letzten „Jahrhundertsommers“ 2015:
Fast auf der gesamten Fläche müssen trockene oder absterbende Kiefern geerntet werden, die sich gegen den Befall von Borkenkäfern (meistens dem Kiefernprachtkäfer) nicht mehr wehren konnten. „ In dieser Heftigkeit und mit dieser Geschwindigkeit habe ich den Befall noch nie erlebt“, zeigt sich Michael Göbel, Revierförster in Griesheim, schockiert. Auch an den am Weg liegenden Stämmen kann man erkennen, dass die Borkenkäfer die Leitungsbahnen der Bäume zerstört haben und die Rinde abfällt.

Ob die Ursache nur in dem trockenen Sommer 2015, der bei den Bäumen für extremen Trockenstress gesorgt hat, zu suchen ist oder ob Vorschäden durch Engerlingsfraß mit zu der Katastrophe beigetragen haben, kann man im Einzelfall nicht erkennen.

Förster Göbel lobt die Geduld und die Disziplin der Griesheimer Waldbesucher während der Holzerntearbeiten: „Wenn wir die Gelegenheit haben, die Gründe zu erklären, haben die Leute Verständnis für die Arbeiten“. Er bittet dennoch darum, Absperrungen zu beachten und großen Abstand zu den Arbeiten zu halten, damit weiterhin nichts passiert.
Die Arbeiten werden voraussichtlich Ende nächster Woche beendet sein. Es ist jedoch zu erwarten, dass im Herbst weitere Bäume gefällt werden müssen.

Wir stehen vor der Aufgabe, den Griesheimer Wald wieder aufzubauen, so Dirk Kosel vom Umweltamt der Stadt Griesheim. Wir wollen durch neu gepflanzte Bäume versuchen, den Wald zu stabilisieren. Dies wird nicht einfach werden, da sich extreme Wetterereignisse wie 2015 öfter wiederholen werden und selbst die neuen jungen Bäume diese nicht überstehen. Wir können zur Bewältigung dieser Aufgabe auf finanzielle Unterstützung durch das Land hoffen, so Kosel weiter. Anlässlich der nächsten öffentlichen Sitzung des Umweltausschusses am 26.April ab 18.00 Uhr werden die Fachleute zu diesem Thema berichten.