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Griesheims Stadtoberhäupter

vom Ortsoberhaupt zum Bürgermeister

Nach einer gesetzlichen Neuregelung wurden ab dem Jahr 1822 die Bürgermeister als Ortsoberhäupter frei gewählt. Zur Erinnerung an Einzelne (verdiente Bürgermeister) wurden Plätze oder Straßen nach ihnen benannt, so der Zöllerplatz nach Bürgermeister Heinrich Zöller, der von 1901 bis 1909 im Amte war.

Ebenso ist es mit der Daniel-Müller-Straße:  Daniel Müller war Bürgermeister von 1945 bis 1952. Nach dem Krieg und den starken Zerstörungen musste die Bevölkerung versorgt werden. Daniel Müller oblag die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln, Bau- und Brennstoffen. Die Regelung der Wohnraumfrage, die Ordnung der gemeindlichen Verhältnisse sowie die Trümmerbeseitigung und der Wiederaufbau waren zu organisieren. Bürgermeister Müller leistete in dieser Zeit große Dienste für Griesheim und den Start nach dem Krieg.

Abgelöst wurde er durch Georg Bohl, der die Geschicke Griesheims von 1953 bis 1967 lenkte. In seiner Amtszeit wurden die notwendigen Grundstrukturen für die rege private und gewerbliche Bautätigkeit geschaffen, die durch Nachfragedruck nicht zuletzt im Wohnungsbereich einsetzte. Griesheim verkehrsgünstig im Industrieschwerpunkt Rhein-Main gelegen erfuhr hierdurch einen starken Einwohnerzuwachs, so dass sich von 1945 bis 1965 die Einwohnerzahl auf gut 15.000 verdoppelte. Unter der Amtszeit von Georg Bohl wurden zahlreiche städtische Einrichtungen geschaffen. Neben dem Bau eines modernen Kanalnetzes mit Kläranlage, wurde auch ein Kindergarten, ein Feuerwehrgerätehaus, die Friedhofshalle, Schulen sowie das von der Bevölkerung ersehnte Freibad gebaut.

Im Jahre 1965 (am 12.September), wurden der Gemeinde Griesheim durch die Hessische Landesregierung die Stadtrechte verliehen. Dies geschah in erster Linie für die beispielhafte Aufbauarbeit nach dem Kriege und den Wandel Griesheims von einer landwirtschaftlich geprägten Dorfgemeinde zu einer Stadt mit vielseitigen Einrichtungen und Verkehrsanbindungen.

Eine stürmische Aufwärtsentwicklung beginnt mit der Amtszeit von Hans Karl. Während seiner Amtszeit von 1968 bis 1987 erhöhte sich die Einwohnerzahl von rd. 15.500 auf 21.500. Eine anhaltende positive gesamtwirtschaftliche Situation schlug sich auch in den öffentlichen Finanzen nieder. Der Gesamthaushalt der Stadt erhöhte sich in dieser Zeit von 8,5 auf rd. 35 Mio. DM. Die kontinuierliche Entwicklung und Erneuerung von Versorgungseinrichtungen der politisch Verantwortlichen schaffte insbesondere seit Kriegsende die Basis für eine Infrastruktur, die Griesheim bald an die Spitze vergleichbarer Städte brachte.

Eine Fülle von Großprojekten die während der Amtszeit von Hans Karl durchgeführt wurden kann an dieser Stelle nur auszugsweise wiedergegeben werden. Neben dem Ausbau von vielen Ortsstraßen, Gehwegen, Parkplätzen und der Straße nach Büttelborn wurde mit dem Umbau der Wilhelm-Leuschner-Straße begonnen. Die Hegelsberghalle und die Bürgerhäuser wurden gebaut. Das Feuerwehrgerätehaus und das Rathaus erweitert, die Wagenhalle angeschafft. Das Altenwohnheim mit Pflegestation und das Hallenbad errichtet.

Dazu kam der Bau von zahlreiche Freizeiteinrichtungen und Sportanlagen. Die großen Investitionsanstrengungen der Stadt bewirkten naturgemäß eine spürbare Belebung des gesellschaftlichen und auch des sportlichen Lebens in Griesheim. Die vielfältigen modernen Einrichtungen erfreuen sich einer regen Inanspruchnahme. In diese Zeit fällt auch die erstmalige Veranstaltung des Zwiebelmarktes mit der man an die Traditionen des "Griesheimer Marktes" anknüpfte, der auf die 1839 erfolgte Erhebung der Gemeinde zum Marktflecken zurückgeht. Die Entwicklung Griesheims hat sich nach dem Kriege kontinuierlich fortgesetzt und ist mit Bürgermeister Karl und des gesamtwirtschaftlichen Aufschwunges enorm angewachsen.

Hans Karl, Ehrenbürger der Stadt Griesheim, verstarb 1996. Zu seinen Ehren wurde der Marktplatz im Herzen Griesheims zum "Hans-Karl-Platz Am Markt" umbenannt.

Die Geschicke der Stadt Griesheim wurden nach dem altersbedingten Ausscheiden von Bürgermeister Hans Karl 1987 durch Bürgermeister Norbert Leber bis 2011 fortgesetzt. Seit 2011 wird diese Aufgabe zum ersten mal von einer Bürgermeisterin Frau Gabriele Winter geleitet.

Griesheim ist zwischenzeitlich zu einer bedeutenden wirtschaftsstarken Kleinstadt im Rhein-Main-Gebiet geworden und bietet als modernes Mittelzentrum eine attraktive Wohnqualität mit vielseitigen Einkaufsmöglichkeiten und Arbeitsplätzen in Handel u. Gewerbe. Das beste Beispiel für die kontinuierliche Fortsetzung der engagierten Arbeit der Bürgermeister der letzten Jahrzehnte bleibt das sich weiterentwickelnde Bild Griesheims zum heutigen Tag.

Die Amtszeiten der Bürgermeister

1822 – 1824 August Heinrich Keller
1825 – 1830 Valentin Göbel
1831 – 1835 Valentin Massing
1836 – 1837 Nicolaus Merker (Beigeordneter)
1838 – 1848 Daniel Funk
1849 – 1880 Jakob Leber
1882 – 1900 Johannes Massing
1901 – 1909 Heinrich Zöller
1909 – 1917 Philipp Kunz
1917 – 1919 Heinrich Philipp Feldmann (Beigeordneter)
1919 – 1920 Heinrich Hofmann (Verwaltungsobersekretär)
1920 – 1929 Georg Schüler
1930 – 1938 Philipp Wilhelm Feldmann
1938 – 1945 Friedrich Seibert
1945 – 1952 Daniel Müller
1953 – 1967 Georg Bohl
1968 – 1987 Hans Karl
1987 – 2011 Norbert Leber
2011 - 2017 Gabriele Winter
2017 Geza Krebs-Wetzl