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Barrierefreies Griesheim

Die Kommunale Behindertenbeauftragte vertritt die Belange von Menschen mit Behinderung im Sinne des Art.1 der UN Behindertenrechtskonvention (UNBRK).
Ziel und Aufgabe ist es, die Belange von Menschen mit Behinderung in der Stadt Griesheim zu vertreten und gegeben falls durchzusetzen. Dabei ist Grundlage dieser Arbeit, die von der Bundesrepublik Deutschland unterschriebene Behinderten- Rechtskonvention der Vereinten Nationen (UN- BRK), welche seit dem 26. März 2009 geltendes Recht in Deutschland und damit auch in Hessen ist. Ebenso das im Jahre 2004 in Kraft getretene Behinderten Gleichstellungsgesetz – für die Verwirklichung des Rechts auf Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in allen gesellschaftlichen Bereichen.

Als Schwerpunkte aus der UN-Behindertenrechtskonvention sind hervorzuheben
•    Bewusstseinsbildung (Art. 8 BRK)
•    Unabhängiges Leben und Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft (Art. 19 BRK)
•    Gestaltung des öffentlichen Raumes, Zugänglichkeit/Barrierefreiheit, (Art. 9 BRK)
•    Mobilität, Verkehr (Art. 20 BRK)
•    Barrierefreie Kommunikation und Information (Art. 21 BRK)
•    Bildung und lebenslanges Lernen (Art. 24 BRK)
•    Kultur, Freizeit und Sport (Art. 30 BRK)

Unter Leitung der kommunalen Behindertenbeauftragten, Frau Steinmann und dem Behindertenbeauftragten des VdK, Herrn Hornsteiner, fand die Idee der Erstellung eines „Griesheimer Aktionsplans“ rege Bereitschaft zur Mitarbeit bei interessierten Bürgern der Stadt.
So konnten zwei Arbeitsgruppen, bestehend aus Griesheimer Bürgern mit und ohne Handicap, Vertretern der politischen Parteien in Griesheim sowie Mitarbeitern der Verwaltung, gegründet werden, die sich der Problematik rund um die Themen „Inklusion“ und „Barrierefreiheit“ annehmen.
Auch war es sehr wichtig, alle Bürger Griesheims in diesen Prozess einzubinden. Daher wurden diese aufgerufen, mit besonderer Aufmerksamkeit in Griesheim unterwegs zu sein, Barrieren bzw. Hindernisse, die das tägliche Leben erschweren, aufzuschreiben und an die Stadtverwaltung zu melden.
Diese „Barrieren“ werden fortlaufend gesammelt, gelistet, und darauf überprüft, Barrierefreiheit herzustellen.

Hierzu sollen alle relevanten Belange von Menschen mit Behinderung aufgeführt und nach und nach, umgesetzt werden. Der Aktionsplan wird fortlaufend aktualisiert und mündet jedes Jahr in einen Maßnahmenkatalog mit Zielvereinbarungen, die verbindlich nach Zustimmung durch die Stadt Griesheim umgesetzt werden.

Der Aktionsplan hat folgende Inhalte:

1.    aufklärende und bewusstseinsändernde Aktivitäten zum Abbau mentaler Barrieren
2.    barrierefreie Zugänge für Menschen mit Behinderung zu öffentlichen Informationen
3.    bauliche Gestaltung und technische Ausstattung öffentlich zugänglicher Gebäude
4.    barrierefreie Gestaltung der öffentlichen Verkehrsräume, Anlagen und sonstiger der Allgemeinheit zugänglicher Flächen sowie der Freizeitstätten
5.    Planung im Verkehrsbereich, insbesondere im ÖPNV
6.    Inklusion von Menschen mit Behinderung in Kindergärten, Schulen und sonstigen Kommunalen Bildungsstätten, Schul- und Kindergartenplanung, Beteiligung an der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Jugendförderung
7.    Maßnahmen der Kommune zur Ausbildungs- und Beschäftigungsförderung von Menschen mit Behinderung
8.    Schaffung von barrierefreiem Wohnraum, Unterstützung bei der Vermittlung solcher Wohnungen und Beratung über Fördermöglichkeiten
9.    Beratung von Menschen mit Behinderung bei Problemen individueller Beeinträchtigung

Das Ziel der Arbeitsgruppen für Menschen mit Behinderung ist es, interessierten „betroffenen“ und nicht betroffenen Griesheimer Bürgen die Möglichkeit zu geben, aktive die Belange von Menschen mit Behinderung in der Stadt Griesheim zu erkennen und Lösungsvorschläge zu erarbeiten.
Die Arbeitsgruppen Sitzungen finden in barrierefrei zugänglichen Räumlichkeiten sowie unter Maßgabe der barrierefreien Kommunikation und öffentlich statt.

Mittlerweile fanden bereits fünf Treffen der Aktionsgruppen statt, in denen unterschiedliche Themen zur „Inklusion“ beleuchtet und vorhandene Barrieren protokolliert wurden.

Jederzeit sind interessierte Bürger zur Mitarbeit in einer Arbeitsgruppe bei uns willkommen. Bitte setzen Sie sich hierzu mit der Behindertenbeauftragten, Frau Steinmann, in Verbindung.

Barrierefreie Einrichtungen

  • Draustraße in Höhe Kirche St. Stephan
  • Bessunger Straße 110 (gegenüber Dr. Harjung)
  • Friedrich-Ebert-Straße (vor der Schule)
  • Lilienthalstr./Groenhoffstr.
  • Parkplatz Georg-August-Zinn-Haus (Bücherei)
  • Parkplatz Hofmannstraße - Parkdeck
  • Parkplatz Mittelweg
  • Parkplatz Horst-Schmidt-Halle
  • Parkplatz Groß-Gerauer Straße / Platz Bar-le-Duc
  • Parkplatz Schulgasse
  • Parkplatz Am Schwimmbad (Freibad)
  • Parkplatz Georg-Büchner-Straße (Hallenbad)
  • Parkplatz Eichendorffstraße (Friedhof)
  • Parkplatz „Zöllerhannes“, Oberndorferstraße 14
  • Parkplatz Sportplatz SC Viktoria Griesheim
  • Georgstraße (vor Dr. Günther)
  • Parkplatz Hegelsberghalle
  • Sterngasse 75 (vor Hegelsberghalle)
  • Parkplatz Rathaus
  • Parkplatz Altenwohnheim
  • Schöneweibergasse 22
  • Sportplatz St. Stephan
  • Parkplatz Jugendzentrum "Blue Box"
  • Parkplatz Petersgasse / Ecke Schützenstraße
  • Rathaus, Wilhelm-Leuschner-Straße (Aufzug befindet sich an der Wilhelm -Leuschner-Str.)
  • Post, Wilhelm-Leuschner-Straße
  • Hallenbad, Georg-Büchner-Straße
  • Freibad, Am Schwimmbad
  • Bluebox (Jugendzentrum), Dieselstraße 10
  • Wagenhalle, Wilhelm-Leuschner-Straße
  • Hegelsberghalle, Sterngasse
  • Bürgerhaus St. Stephan, St.-Stephans-Platz
  • Bürgerhaus Am Kreuz, Groß-Gerauer Straße
  • Bürgerhaus „Zöllerhannes“ (mit Begleitperson)
  • Grillhütte Süd, am Reitplatz
  • Grillhütte West, hinter Kläranlage
  • Altenwohnheim Haus Waldeck, Eichendorffstraße
  • Kindergarten AWO, Sandgasse
  • Kindergarten Am Kreuz, Groß-Gerauer Straße
  • Kindergarten Draustraße
  • Kindergarten Hofmannstraße
  • Kindertagesstätte Kiefernhain
  • Kindergarten Spielwiese, St.-Stephans-Platz
  • Kindergarten Tannenweg
  • Kindergarten Magdalenenstraße
  • Georg-August-Zinn-Haus mit Bücherei, Georg-Schüler-Platz
  • Horst-Schmidt-Halle
  • Café „Linie 9“
  • Wagenhalle (Zugang nur mit Euro-Schlüssel jederzeit möglich)
  • Hegelsberghalle
  • Freibad
  • Bürgerhaus „Zöllerhannes“
  • Bürgerhaus „Am Kreuz“
  • Georg-August-Zinn Haus
  • Haus Waldeck
  • Grillhütte Süd
  • Platz Bar-le-Duc
  • Horst-Schmidt-Halle
  • Sitzungssaal Rathaus

Nahezu alle Haltestellen der HEAG-Straßenbahnlinien 9 und 4 sind in Griesheim barrierefrei und ermöglichen einen ebenerdigen Einstieg in Niederflurfahrzeuge.

  • Stellen und Kreuzungen mit Lichtsignalanlagen:
    - B 26 Jahnstraße
    - B 26 Kantstraße
    - B 26 Freiligrathstraße
    - B 26 Schillerstraße
    - B 26 Hofmannstraße
    - B 26 Schöneweibergasse / Hahlgartenstraße
    - B 26 Groß-Gerauer Strasse / Pfungstädter Straße
    - B 26 Pfützenstrasse / Oberndorferstraße
    - B 26 / L 3303 Westring
  • Fußgängerüberwege und Kreuzungen mit einer Bordsteinhöhe von 3 cm:
    -an sämtlichen Fußgängerüberwegen und Querungshilfen der Ortsdurchfahrt B 26 sind Bordsteine abgesenkt worden
    - beim Bau der Entlastungsstraße „Nordring“ wurden an allen Einmündungen bzw. Kreuzungen mit dem gemeinsamen Fuß- und Radweg von der Pfützenstraße bis zur Bunsenstraße alle Bordsteine abgesenkt
    - am „Kreisel Nordring / Weiterstädter Weg“ sind an Rad- und Gehwegquerungen die Bordsteine abgesenkt
    - und innerorts wurden und werden, insbesondere in verkehrsberuhigten Bereichen, die Bordsteine abgesenkt.
    - Südring von L 3303 bis Lindenstraße
    - Westring - zusätzlich Pflasterung mit Blindenleitsystem
    - Elbestraße (mit Neubaugebiet Nord V) - zusätzlich Pflasterung mit Blindenleitsystem

Behindertenbeauftragte der Stadt Griesheim

Stadtverwaltung Griesheim
- Behindertenbeauftragte -
Wilhelm-Leuschner-Straße 75
64347 Griesheim

Telefon: 0 61 55 / 701-105 (Ute Steinmann)
Telefax: 0 61 55 / 701-216

ute_steinmann@griesheim.de
Zimmer 113 (Erdgeschoss)