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Griesheimer Naturdüne im Südwesten Griesheim

Ein Erklärvideo von Bürgermeister Krebs-Wetzl zur neu entstehenden Naturdüne

Griesheimer Naturdüne im Wohngebiet Südwest


Im Zuge der Aufstellung des Bebauungsplans "Wohngebiet Südwest" entstand die verbindliche Vorgabe nach dem Trennungsgrundsatz zwischen den Bewohner*innen und den angrenzenden landwirtschaftlichen Betrieben, eine Lärmschutzeinrichtung von zweihundert Metern Länge und vier Metern Höhe vorzusehen. An dieser Stelle kann nun mit der „Griesheimer Naturdüne“ zusätzlich ein besonderer Mehrwert für die Natur und die Griesheimer Bürger*innen geschaffen werden.

Durch die Idee eines Nachbaus nach dem natürlichen Vorbild des FFH-Naturschutzgebietes „Griesheimer Düne“ kann das Naturerbe als öffentlich nutzbare Grünfläche gestaltet werden, die somit nur eine geringe Barrierewirkung hat und trotzdem die Lärmschutzfunktion voll erfüllt.

90% der Kosten werden vom Bund gefördert

Zusätzlich stellt der Trockenmauercharakter von natursteinbefüllten Gabionen, die als statische Sicherung der Naturdüne vorgesehen sind, einen selten gewordenen Lebensraum für viele bedrohte Arten dar, außerdem wird die wertvolle Pflanzengesellschaft Sandtrockenrasen im Stadtgebiet erlebbar gemacht. Griesheims Landschaft war einmal geprägt von Binnendünen, auf denen der extrem trockenheitsresistente Sandtrockenrasen entstanden ist. In Anbetracht klimabedingter Veränderungen hat sich damit ein botanischer Schatz erhalten, der nun neue Aktualität gewonnen hat.

Durch ein besonderes Wurzelwachstum brauchen die Pflanzen keine Bewässerung und machen mit einem Pflegeschnitt im Jahr wenig Arbeit, was die Naturdüne mit ihren verschiedenen Funktionen auch für andere Bauherren interessant macht.

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat am 18.11.2020 eine Auswahl von Förderprojekten beschlossen, die in das Bundesprogramm „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ aufgenommen werden sollen. Die erfolgreiche Bewerbung der Stadt Griesheim mit dem Projekttitel „Extensiv begrünter Lärmschutzwall“ findet damit ihre Anerkennung als Modellprojekt zur Förderung der Artenvielfalt und Biodiversität mit einer Bundesförderung von insgesamt bis zu 1.316.259 Euro.